Traum vom Bücherbaum

Ein Mensch träumt. Das ist an sich nichts Außergwöhnliches. Aber wenn er davon offen erzählt, andere mit diesem Traum begeistert und anregt, ihn weiterzuspinnen und mit in Taten umzusetzen, dann ist das eine tolle Geschichte!

Gerhard Peschers hat 2008 von einem Baum geträumt, der auf einer Gefängnismauer wächst. Die trennende Mauer ist stabil und nicht etwa rissig. Der Baum wurzelt u.a. die Mauer entlang in der einen Erde und verbindet durch seine Wurzeln beide Seiten unterirdisch. Seine Zweige strecken und biegen sich zu beiden Seiten und verbinden sie so. Er trägt Bücher als grüne Blätter und bunte Früchte. Auf der grauen Mauer und unter dem blauen Himmel wirkt er farbenfroh. Gerhard Peschers wachte freudig mit diesem Bild auf und erzählte es gleich seiner Frau. Dabei assoziierte er einen Ausschnitt von der Berliner Mauer, auf der rot aufgemalt steht: "THE WORLD'S TOO SMALL FOR WALLS".

Auf der Frankfurter Buchmesse 2010 wurde eine Ausstellung mit 34 Tafeln eröffnet, die eine Auswahl der über 100 Bilder zeigen, die inzwischen zum Traummotiv entstanden sind. - Die Ausstellung steht nun als Wanderausstellung zur Verfügung und kann ausgeliehen werden. Sie illustriert auf phantastische Art, wie Medien Mauern überbrücken können und mag zum Dialog anregen. 
Der Traum wurde in über 20 Sprachen übersetzt, Bilder dazu von Jungen und Alten, Profis und Laien, Gefangenen und Freien aus 10 Ländern gemalt.
Mehr darüber finden Sie unter www.libertree.eu

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